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einrich-Schütz-Chor
eilbronn

Lili Boulanger (1918)
Konzert
Sonntag, 16.Oktober 2005, 19 Uhr
Kilianskirche Heilbronn
Programm
Pēteris Vasks
(*1946) Dona nobis pacem
für Chor und Streicher
Johannes Brahms
Nänie op. 82
(1833 – 1897)
für Chor und Orchester
Arvo Pärt (* 1935)
Fratres (1977)
für Streicher und Schlagzeug
Lili Boulanger (1893 – 1918) Psaume 130
für Soli, Chor und Orchester „Du fond de l´abîme“
Ausführende
Susanne Klare,
Mezzosopran
Heinrich-Schütz-Chor
Heilbronn
Jazzchor Heilbronn
Junge Orchesterakademie
der Region Franken
Leitung:
Michael Böttcher
Texte
Dona nobis pacem
Verleih
uns Frieden
Nänie[1]
Auch das Schöne muss
sterben, das Menschen und Götter bezwinget!
Nicht die eherne
Brust rührt es des stygischen Zeus[2]
.
Einmal nur erweichte
die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle
noch, streng, rief er zurück sein Geschenk[3]
.
Nicht stillt
Aphrodite dem schönen Knaben[4]
die Wunde,
Die in den
zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den
göttlichen Held die unsterbliche Mutter[5]
,
Wenn er, am
skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus
dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt
an um den verherrlichten Sohn.
Siehe, da weinen die
Götter, es weinen die Göttinnen alle
Dass das Schöne
vergeht, dass das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klaglied zu
sein im Mund der Geliebten ist herrlich,
Denn das Gemeine
geht klanglos zum Orkus[6]
hinab.
(Friedrich Schiller)
[1]
Klagegesang
[2]
Pluto, der Gott der vom Flusse
Styx umfluteten Unterwelt
[3]
Als der Sänger Orpheus seine
Gattin Eurydike durch den Biss einer Schlange verloren hatte, stieg er in die
Unterwelt hinab, und es gelang ihm durch seinen rührenden Gesang, den finsteren
Pluto zur Rückgabe derselben zu bewegen. Da aber Orpheus gegen das ausdrückliche
Verbot des Schattenbeherrschers nach Eurydike sich umschaute, bevor sie die
Oberwelt betreten hatte, wurde sie ihm wieder
entrissen.
[4]
Der schöne Jüngling Adonis wurde
auf der Jagd von einem Eber tödlich verwundet; aus seinem Blute erwuchs die
Rose. Aphrodite, die Göttin der Liebe, die ihn lieb gewonnen hatte, betrauerte
seinen Tod.
[5]
Der Heldenjüngling Achilles, Sohn
des thessalischen Königs Peleus und der Meeresgöttin Tetis (einer der fünfzig
Nereiden, der anmutigen Töchter des Meergreises Nereus), fand bei der Belagerung
von Troja, am skäischen Tor, seinen Tod durch einen Pfeil, den ihm der
trojanische Königssohn Paris in die Ferse schoss.
[6]
Die Unterwelt
Psalm 130
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Du
fond de l´abîme je t´invoque, Iahvé, Adonaï, ècoute ma prière! |
Aus der Tiefe des Abgrunds rufe ich dich an,
Herr, Gott, höre mein Gebet! |
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Que tes oreilles soient attentives aux accents de ma
prière. |
Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines
Flehens. |
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Du
fond de l´abîme je crie vers toi, Iahvé, Adonaï, ècoute ma voix. |
Aus der Tiefe des Abgrunds schreie ich zu dir,
Herr, Gott, höre meine Stimme. |
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Si tu
prends garde aux péchés, qui donc pourra tenir, Iahvé? |
So du willst Sünden zurechnen, Herr, wer wird
bestehen? |
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Mais la clémence est en toi, afin
qu´on te révère. |
Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich
fürchte. |
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Mon âme espère en Iahvè, j´espère, je compte sur sa
parole. |
Ich harre des Herrn, meine Seele harret, und ich
hoffe auf sein Wort. |
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Mon
âme espère en Adonaï n´aspirent au matin plus que les guettuers de la nuit. |
Meine Seele wartet auf den Herrn, mehr als die
Wächter auf den Morgen. |
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Israël, espère! Car en Iahvè est la miséricorde et
l´abondance de la délivrance. |
Israel, hoffe auf den Herrn! Denn bei dem Herrn ist
die Gnade und viel Erlösung bei ihm. |
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C´est lui qui délivrera Israël de toutes ses
iniquités. |
Und er wird Israel erlösen aus allen seinen
Sünden. |